J. S. Bach: BWV 226 «Der Geist hilft» und BWV 229 «Komm, Jesu, komm»
BWV 226 «Der Geist hilft unser Schwachheit auf» und BWV 229 «Komm, Jesu, komm» Motetten zu zwei Trauerfeiern für Vokalensemble, Oboe I+II, Taille, Streicher und Basso continuo
Bach hat die mit Streichern und Bläsern verdoppelte polyphone Vokalkunst seiner Vorfahren eher selten, dann aber mit künstlerischer Tiefe und kreativer Meisterschaft gepflegt. Anlass dafür waren wie im Fall der 1729 zum Ableben des Schulrektors Ernesti komponierten Motette BWV 226 wohl fast immer repräsentative Traueranlässe im Umfeld der Thomasschule und gehobenen Leipziger Bürgerschaft. Während die erstaunlich freudige «Geist»-Motette in zunehmender Stimmverdichtung die Musik anstelle des ersterbenden Wortes kraftvoll «beten» lässt, greift «Komm, Jesu, komm» eine von Bachs Amtsvorgänger Johann Schelle bereits 1684 komponierte Trauerarie auf, transformiert sie jedoch in eine ungleich modernere Tonsprache von elegischer Trostkraft.
Mit einer Reflexion über den Kantatentext von Oliver Zimmer
Chor & Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Rudolf Lutz, Leitung
Mit einer Reflexion über den Kantatentext von Oliver Zimmer
Chor & Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Rudolf Lutz, Leitung
Freitag
13
November 2026
19:00 - 20:30
19:00 - 20:30
bis Freitag,
13 November 2026
13 November 2026