J. S. Bach: BWV 124 «Meinen Jesum laß ich nicht»

Kantate zum 1. Sonntag nach Epiphanias, für Sopran, Alt, Tenor und Bass, Vokalensemble, Oboe d’amore, Corno, Streicher und Basso continuo.

Bekenntnishafter als mit Christian Keymanns kraftvollem Kirchenlied liess sich der auf Jesus gegründete Glaube zu Bachs Zeit kaum ausdrücken. Doch nicht nur der in verhalten leuchtendem E-Dur angesiedelte Eingangschor der Kantate BWV 124 verzichtet auf jedwede Triumphgestik. Gerade die Binnensätze begeben sich auf eine verinnerlichte Seelenreise, die mit der Überwindung der Todesangst und der Bewältigung des nach der Epiphaniasfreude besonders schmerzlichen Wiederentschwindens Jesu echte Prüfsteine bereithält. Den Himmel jedoch gibt es nicht umsonst – was radikal verzichtende Weltabwendung bedeuten kann, wird im Sopran-Alt-Duett auf provokant eingängige Weise Gestalt.

Mit einer Reflexion über den Kantatentext von Jean-Daniel Strub.

Mitwirkende:
Julia Doyle, Sopran
Benno Schachter, Altus
Werner Güra, Tenor
Jonathan Sells, Bass

Chor & Orchester der J. S. Bach-Stiftung
Rudolf Lutz, Leitung

Programm:
17.30 Uhr
Musikalisch-theologische Werkeinführung mit Rudolf Lutz und Pfr. Niklaus Peter

19.00 - ca. 20.30 Uhr
1. Konzertaufführung
Reflexion
2. Konzertaufführung

Datum Zeit
23.10.2026 19:00 - 20:30

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